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Der Bericht ist da!

Qualität des Grüns im Aussenraum

Befragung von 50 Deutschschweizer Wohnbaugenossenschaften und gemeinnützigen Stiftungen zu Planung und Unterhalt ihres Aussenraums


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Medienmitteilung (pdf)

Medienmitteilung vom 12. März 2019

Welche Aussenräume wollen Wohnbaugenossenschaften?

Umfrage zur Natur im Aussenraum

Gemeinnützige Wohnbauträger stellen in Schweizer Siedlungsgebieten einen beachtlichen Anteil an Wohnraum zur Verfügung und prägen damit auch die Aussenräume vieler Wohnquartiere massgeblich mit. Doch wie planen und unterhalten Genossenschaften ihre Grünräume? Und wie steht es mit der Biodiversität in diesen Grünräumen? Die aktuelle Studie des Vereins Natur und Wohnen basiert auf einer Befragung von Genossenschaften und gibt Antworten auf diese Fragen.

Vielfältige, grüne und artenreiche Aussenräume leisten einen wesentlichen Beitrag an die Lebensqualität der Bevölkerung. Gleichzeitig spielen sie für die Biodiversität eine wichtige Rolle. Infolge der Verdichtung des Siedlungsraums stehen Grün- und Freiräume stark unter Druck, die Grünflächen werden kleiner bei gleichzeitig intensiverer Nutzung durch mehr Personen. Die verbleibenden Aussenräume sollten deshalb sowohl eine hohe ökologische Qualität aufweisen, als auch vielfältig genutzt werden können. Das bedeutet eine grosse Herausforderung für alle Beteiligten.

Mit der Befragung von Deutschschweizer Wohnbaugenossenschaften und gemein­nützigen Wohnbaustiftungen (nachfolgend WBGs genannt) zu Planung und Unterhalt ih­res Aus­senraums will der Verein Natur und Wohnen auf die wichtigen Themen „Natur im Sied­lungsraum“ und „ökologisch wertvolle Aussenräume“ hinweisen. Es wurden Fragen zu den beiden Bereichen „Planung“ und „Unterhalt“ gestellt. Die Umfrage soll Antwort geben auf die Frage, welche Schwerpunkte die WBGs heute in ihren Aussenräumen set­zen und welche Rolle dabei Themen wie Ökologie und Biodiversität spielen. Zu diesem Zweck wurden im Herbst und Winter 2015 und 2016 insgesamt 200 zufällig ausgewählte WBGs in der Deutschschweiz aufgerufen, sich an einer online-Umfrage zu ihren Aussen­räumen zu beteiligen. Fünfzig WBGs (25%) nahmen an der Umfrage teil. Die Ergebnisse wurden deskriptiv ausgewertet und schliessen mit Empfehlungen ab.

Die Ergebnisse zeigen, dass für eine Mehrheit (36 von 50) der an der Umfrage betei­ligten WBGs Ökologie im Aussenraum ein relevantes Thema ist. Wenn jedoch die WBGs detaillierter benennen sollen, wie ökologische Kriterien in die Planung und den Unterhalt einfliessen, zeigt sich, dass das Thema oft wenig konkret angegangen wird. Nur jede dritte der 50 an der Befragung beteiligten WBGs hat ein Aussenraumkonzept, nur jede vierte ökologische Vorgaben darin, nur jede fünfte macht z.B. Vorgaben beim Pflanzen­kauf, nur jede sechste für den Unterhalt.

Der Bericht zeigt anhand der Resultate der Umfrage ausführlich und mit konkreten Empfehlungen, wo WBGs in der Verfolgung von ökologischen Zielen ansetzen können. So helfen in einem ersten Schritt ökologische Leitbilder und verbindliche Kon­zepte für vielfältige, artenreichen Aussenräume, diese zu planen und zu pflegen. Um ökologische Ziele kontinuierlich umzusetzen, sollten die Zuständigkeiten geklärt und Per­sonen oder Gremien bezeichnet werden, welche für diese Ziele verantwortlich sind und für ihre Einhaltung sorgen. Der Austausch mit WBGs, welche bereits ökologisch wertvolle Aussenräume besitzen, der Beizug von Fachleuten oder auch die Zertifizierung können auf dem Weg zu naturnahen, ökologisch wertvollen Aussenräumen helfen.

Ökologie und naturnahe Aussenräume sind eine Querschnittaufgabe und betref­fen alle Phasen eines Baus von der Planung bis zum Unterhalt. Mit dem vorliegenden Be­richt wollen die Autorinnen dazu einladen, die Herausforderung anzunehmen und arten­reiche, vielfältige Aussenräume zu schaffen. Es profitieren nicht nur Pflanzen und Tiere, sondern vor allem auch die Genossenschafterinnen und Genossenschafter.

Der vollständige Bericht kann über Qualität des Grüns im Aussenraum  heruntergeladen werden.

Kontakt

Dr. Gaby Abt, Verein Natur und Wohnen, Tel. 079 780 53 60, info@naturundwohnen.ch

Dr. Sandra Gloor, Verein Natur und Wohnen, Tel. 079 749 20 21, sandra.gloor@swild.ch

Bildmaterial

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